Alternative Medizin: Was zahlen die Krankenkassen?

Schulmedizin und alternative Medizin finden bei Patienten und Ärzten immer größeren Zuspruch. Dass alternative Behandlungsmethoden mithilfe von Wärme, Kälte und Licht, Bewegung, Ernährung und Massagen manche Heilungsprozesse unterstützen, erkennen zunehmend auch Krankenkassen an. Sie übernehmen häufig einen Großteil der Kosten von klassischen Naturheilverfahren wie Physio- oder Bewegungstherapie, Hydro-, Balneo- oder Wassertherapie, Klimatherapie, Ernährungstherapie und Massagen. Voraussetzung: Ein Vertragsarzt der Krankenkassen verordnet die alternativen Heilmethoden.

Grundsätzlich müssen gesetzliche Krankenkassen Arzneimittel der alternativen Medizin bezahlen, wenn sie standardmäßig eingesetzt werden. Das entschied das Sozialgericht Speyer. Eine Krankenkasse hatte der Klägerin die Kostenübernahme für ein Mistelpräparat zur Krebsbehandlung verweigert. Die Richter urteilten allerdings, dass das Medikament mit einer Verordnung an 65 Prozent aller Krebspatienten im Jahr 2003 standardmäßig eingesetzt worden wäre und damit die Kosten übernommen werden müssten.

Welche alternativen Heilmethoden die einzelnen Krankenkassen übernehmen, variiert. Die meisten Kassen finanzieren Akupunktur, mehr als 30 Kassen übernehmen auch die Kosten für alternative Krebstherapien, wenn es eine anerkannte Methode ist. Die DAK gibt als erste Krankenkasse bundesweit Zuschüsse zu Osteopathie für Säuglinge. Schreiattacken, Verdauungs- oder Schlafprobleme diagnostizieren und therapieren Osteopathen dabei ausschließlich mit den Händen.

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