Homöopathie-Studie der Charité in Berlin weist Wirksamkeit von alternativer Medizin nach

Quacksalberei, Einbildung und Scharlatanerie – das sind drei Vorurteile über alternative Medizin. Doch eine Studie der Charité in Berlin weist die Wirksamkeit von Homöopathie nach: Die Symptome von Patienten mit einer homöopathischen Therapie verbesserten sich besser als die einer Vergleichsgruppe mit konventioneller Behandlung – und das bei gleichen Kosten.

Etwa 4.000 Patienten nahmen an der zweijährigen Studie teil. „Aus der Sicht der Ärzte und der Patienten hatten sich die Beschwerden deutlich verringert. Schon nach nur drei Monaten waren die Beschwerden um rund 40 Prozent zurückgegangen, im Mittel bei allen Krankheiten”, erklärt Professor Claudia Witt in einem Interview (bis Mitte 2010 auf Fernstudium.tv zu lesen gewesen) mit der Zeitschrift “feminin & fit“. Sie leitet den Projektbereich Komplementärmedizin der Charité.

Laut der Forscher lässt sich der Rückgang der Beschwerden nicht mit einer normalen Selbstheilungstendenz des Körpers erklären. Blieben die Probanden nach Ende der Studie weiterhin in homöopathischer Behandlung, schätzten sie sich nach sechs Jahren sogar noch ein bisschen gesünder ein als die Patienten, die die homöopathische Behandlung beendet hatten.

Obwohl die Homöopathie-Studie der Charité in Berlin die Wirksamkeit von alternativen Behandlungsmethoden nachweist, darf ihre Wirkung nicht überschätzt werden. Zwar ist die alternative Medizin zur Therapie von schweren Krankheiten kaum geeignet, doch kann sie unterstützend eingesetzt werden.

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